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 Der erste Tag im neuen Heim

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Jenny
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BeitragThema: Der erste Tag im neuen Heim   Di Dez 02, 2008 8:15 pm

Die letzte Nacht konnte ich nicht gut schlafen. Alles war noch so fremd und Pongo drehte des öfteren eine Runde durchs Zimmer.
"Na mein Dicker? Konntest du auch nicht gut schlafen?"
Pongo schaute mich aufmerksam an und dreht seinen Kopf zur Seite. Dann ging er zur Tür, blieb stehen und fing an zu bellen.
"Jaa jaa... ich steh ja schon auf..."
Ich ging direkt zur Balkontür und ließ Pongo erst mal raus. Dann ging ich in die Küche, machte einen Napf und für mich ein Brot fertig. Wenige Minuten später kam Pongo in die Küche und fing an zu fressen. Ich zog mich in der Zeit um, schnappte mir dann meinen Autoschlüssel und meine Jacke. Ein rascheln mit dem Schlüssel reichte um Pongo aus der Küche zu locken und schon konnte es los gehen. Ich drehte noch eine Runde mit Pongo um den Block und fuhr dann zum Stall.
Als ich auf den Parkplatz fuhr, kamen gleich die Hofhunde angelaufen. "Na super..." Hoffentlich ging das gut, aber irgendwann musste ich es ja mal ausprobieren. Also stieg ich aus, begrüßte erst mal alle und ließ dann Pongo aus dem Kofferraum. Sofort drängten sich alle um den Neuling um ihn zu begutachten. Pongo schien das zum Glück nichts auszumachen. Aber nach fünf Minuten reichte es ihm dann und er lief richtung Stall. Zwei Hunde verfolgten ihn, die anderen verstreuten sich gelangweilt.
Endlich konnte ich mich auch auf den Weg zum Stall machen. Als ich dort ankam, begrüßte mich Follow me durch ein freundliches Wiehern. "Na mein Großer? Alles klaro?" Der Hengst schaute mich neugierig an und wartete darauf, dass etwas passierte. "Hm... na gut, aber nur weil du es bist", sagte ich zu ihm und gab ihm eine Möhre. Dann ging ich zur Sattelkammer und holte sein Halfter plus Strick und die Putzbox. Als ich zurück kam, begegnete mir Caro, die gerade eine Runde über den Hof drehte.
"Na? Seid ihr gut angekommen?"
"Och ja, kann mich nicht beklagen."
Caro lächelte mich an und ging dann weiter.
Ich stellte erst mal die Putzkiste vor die Box, öffnete dann die Tür, zog Follow me das Halfter über und führte ihn dann aus der Box. Nachdem er angebunden war, fing ich an ihn zu putzen. Glücklicherweise hatte er nur ein paar Strohhalme im Fell, sodass ich schnell fertig war. Ich schnappte mir die Putzbox und brachte diese zurück in die Sattelkammer. Auf dem Rückweg nahm ich mir einen Besen mit und machte mich gleich an die Arbeit. Follow me gefiel der Besen gar nicht.
"Also Dicker, sowas kennst du jawohl inzwischen gut genug." Aber so war das halt mit jungen Pferden. Anderer Stall, gefährlichere Besen Cool Als das geschafft war, band ich den Herrn los und machte mich auf den Weg. Heute wollte ich erst mal eine Runde mit ihm über den Hof drehen, damit er sich erst mal alles anschauen konnte. Nachdem wir an einigen seeeehr aufregenden Büschen vorbei gekommen waren, ging es richtung Stuten- und Wallachstall. Doch irgendwie war dieser recht uninteressant. Er wieherte zwar, aber blieb brav neben mir stehen und schaute sich die neuen Kollegen ruhig an. Das war mir ein Leckerchen wert.
Als nächstes ging es zu seiner neuen Weide. Er schien etwas gelangweilt, aber dafür wusste ich jetzt wie ich dort hin kam.
Als letzte Station steuerte ich die Halle an, die glücklicherweise leer war, sodass ich ihn dort laufen lassen konnte. Ich ließ ihn erst auf der linken Hand ein paar Runden im Trab drehen und dann auf der Rechten. Aber man merkte ihm die Power an, die sich die letzten Tage bzw. auch Wochen aufgestaut hatte. Also holte ich ihn zu mir, indem ich ruhig und tief "hoooo" sagte und ihn dann durch eine gezielte Geste aufforderte zu mir zu kommen. Dieses Zusammenspielt klappte schon sehr gut. Wenn er wollte... Cool Ich hatte ihn schon als Fohlen gekauft und sofort mit der Ausbildung begonnen. Es war mir sehr wichtig, dass er von Anfang an lernte aufmerksam zu sein und meine Körpersprache zu verstehen wusste. Das war mir dank seiner Lernbereitschaft recht gut gelungen.
Ich wusste zwar nicht genau ob das der richtige Moment war um an einem unserer Spiele zu arbeiten, aber ein Versuch war es wert. Im alten Stall hatte ich angefangen ihm einen respektvollen Umgang zu lehren, auch wenn man miteinander spielte. Da er dies gut verstanden hatte, wollte ich es jetzt testen.
Ich forderte ihn auf mir im Schritt zu folgen. Dann lief ich los und forderte ihn wieder auf. Er trabte mir hinter her, schien aber etwas nach dem Sinn zu suchen. Ruckartig blieb ich stehen und rannte in die andere Richtung. Da der Mensch einen wesentlich kleineren "Wendekreis" hat als ein Pferd, überraschte ihn das so sehr, dass er erst mal stehen blieb und sich verdutzt nach mir umsah. Dann galoppierte er los. Ich drehte mich um und lief nach links und er hinter mir her. Plötzlich drehte ich mich zu ihm um und breitete meine Hände aus und lief auf ihn zu. Er bremste drehte sich um und rannte in die andere Richtung. Ich hinter her. Tatsächlich hatte er verstanden, was ich ihm versuchte zu sagen. Er gab ordentlich Gas und rannte buckelnt durch die Halle. Jetzt kam der schwierigste Teil. Ich musste ihm zu verstehen geben, dass immernoch ich das Sagen hatte. Also blieb ich stehen, stellte mich so, dass er mich sehen konnte und sagte wieder mit tiefer Stimme "Hooo". Er schaute mich an, fiel in einen recht schnellen Trab, drehte noch eine Runde auf dem Zirkel und blieb dann stehen. Ich ging langsam zu ihm und klopfte ihm den Hals. Dann bekam er ein Stück Brot. Na das hatte ja super geklappt. Wieder mal merkte ich wieviel ein kluges Pferd wert war, wenn man wusste mit ihm umzugehen.
Ich verließ die Halle, damit er sich noch etwas austoben konnte und machte mich auf die Suche nach meinem Hund. Der kam mir am Springplatz mit einem der Hofhunde entgegen. "Hey du Streuer! Da bist du ja!" Also konnte ich mich auf den Rückweg zur Halle machen. Dort wartete Follow me schon an der Tür auf mich. Ich gab ihm ein Stückchen Möhre und führte ihn dann zurück zum Stall; gefolgt von Pongo. Dort kratzte ich ihm die Hufe aus und stellte ihn dann zurück in die Box. Da er etwas geschwitzt hatte, legte ich ihm kurz die Abschwitzdecke über und kehrte nochmal die Stallgasse. Zum Schluss holte ich ihm noch ein bisschen Heu, nahm ihm die Decke wieder ab, verabschiedete mich und verließ den Stall.
Auf dem Rückweg zum Auto schaute ich noch kurz im Büro vorbei um Sophie Hallo zu sagen. Leider war sie nicht da. Also ging ich mit Pongo zurück zum Auto.
Als wir daheim ankamen, machte ich mich sofort an die Arbeit die restlichen Kartons auszupacken und schwupps war der Tag um.
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Niki
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BeitragThema: Re: Der erste Tag im neuen Heim   Di Dez 02, 2008 10:31 pm

toll geschrieben !!
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Caro
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BeitragThema: Re: Der erste Tag im neuen Heim   Di Dez 02, 2008 10:45 pm

super bericht gefällt mir macht spaß zu lesen!!

_________________
Ich bin klein,
mein Herz ist rein,
mein Bett ist groß,
wo bist du bloß?

Wieso bist du von mir gegangen??
Keiner hat mir was gesagt du lagst einfach tot da!
!Auf dem Peddock!!!Ich vermisse dich Peggy Sue!!
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Sophie
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BeitragThema: Re: Der erste Tag im neuen Heim   Mi Dez 03, 2008 2:27 am

und nun #3

Jaaaa... ein sehr schöner Bericht,
falls Follow mal ein wenig zu sehr schwitzt, wir haben einen Abspritzplatz dieser auch warmes Wasser hat!

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Jenny
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BeitragThema: Re: Der erste Tag im neuen Heim   So Dez 07, 2008 11:25 am

Hallo ihr drei Very Happy
Vielen Dank für euer Lob!

@Sophie: Ah warmes Wasser, super Very Happy


Liebe Grüße
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BeitragThema: Re: Der erste Tag im neuen Heim   

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