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 Das Haus im Wald...

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Ziva
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BeitragThema: Das Haus im Wald...   Fr Jan 02, 2009 8:51 pm

So, das neue Jahr war da, ich hatte mir vor genommen mich viel um meine Lieblinge zu kümmern. Heute war erstmal Sacramento dran. Ich fuhr morgens etwa um 10 zum Stall, es war eisig kalt, wir hatten -3°C, ich hatte mich warm angezogen fror aber trotzdem. Ich ging in den Stall und begrüßte Sacramento mit einem Leckerlie. Dann holte ich ihn aus der Box und band ihn an der Box an. Nun holte ich das Putzzeug und fing an Sacramento zu putzen.
Ich fing an mit der Wurzelbürste, damit machte ich erstmal seine Beine und den Schweiff. Nun nahm ich den Striegel und ging in kreisenden Bewegungen übers gesamte Fell, außer über die Beine und den Kopf. Jetzt nahm ich die Kadätsche und ging mit langen strichen über sein Fell, bis es glatt und sauber war. So nun nahm ich noch die Kopfbürste und machte seinen Kopf. Jetzt kämmte ich noch die Mähne und kratze die Hufe aus. Nun waren wir fertig. Ich klopfte Sacramento und packte das Putzzeug wieder ein um es in die Sattelkammer zu bringen. Von dort nahm ich auch gleich seinen Westernsattel, sein Westernzaumzeug, das Westernpad mit der US-Flagge und seine blauen Elastikbandagen mit.
Wieder bei Sacramento legte ich den Sattel über die Boxenwand, hengte die Trense an einen Haken, legte das Pad über den Sattel und nahm erstmal die Bandagen. Diese benutzte ich zum erstenmal und so musste ich sie abrollen und dann wieder richtig aufrollen. Als das geschafft war, konnte ich sie ihm anlegen. Sacramento hielt dabei auch erstaunlich gut still. Als ich fertig war bekam er dafür auch ein Leckerlie. Nun nahm ich das Pad und legte es ihm auf. Jetzt kam der Sattel. Ich ritt gerne Western, aber ich hasste den schweren Sattel, da ich ihn alleine kaum auf's Pferd bekam. Auch diesmal brauchte ich zwei Versuche bis der Sattel endlich oben lag. Es dauerte dann nochmal fünf minuten bis er auch richtig lag und ich ihn angurten konnte. Das war vielleicht ein Akt, nach vorne, nein wieder etwas nach hinten, jetzt hat sich hier was verknotet, er muss doch noch etwas nach vorne. Leider sah das beim Satteln immer so aus. Naja, jetzt lag der Sattel ja und war auch fest gegurtet. Jetzt musste ich Sacramento nur noch trensen. Ich nahm das Halfter und streifte es ihm über den Hals. Dann legte ich ihm die Zügel auf den Hals und streifte ihm die Trense auf. So, fertig. Das ging ein Glück schneller. So, fertig. Ich führte Sacramento auf den Hof und stieg auf.
Ich hatte ja mit einem der Pflegepferde einen Weg gefunden im Wald, der mir ziemlich mysteriös vorkam, genau dort wollte ich jetzt mit Sacramento reinreiten. Hoffentlich machte er das mit, Simple Plan wollte ja nicht.
Ich ritt im Schritt vom Hof und bog auf den Feldweg ein. Auf der Hälfte es Weges, trieb ich Sacramento an und er viel in einen schönen Trab. Als ich am Ende des Feldweges bog ich rechts ab. Da mir Spaziergänger entgegen kamen, musste ich wieder in den Schritt gehen. Ich war auch froh das ich in den Schritt gegangen war, denn nach 200 metern kam der Abzweig in den ich wollte. Ich wäre fast dran vorbei geritten. Diesmal bog ich zielstrebig links ab und zögerte nicht, obwohl ich merkte das Sacramento es tat. Ich trieb ihn kräftig an.
Diesmal war der Wald noch schöner, es war zwar kalt aber die Sonne schien und außerdem hatte es geschneit. Ich guckte nach oben, die Tannen waren mit Schnee bedeckt und es war einfach nur wundervoll. Leider hatte ich nicht viel Zeit zum träumen, da Sacramento plötzlich stehen blieb. "Was is los?", fragte ich mich und Sacramento. Dann schüttelte ich den Kopf und trieb Sacramento kräftig an. "Ach komm, da is doch nichts". Diesmal rammte ich die Waden schon kräftig in seine Seiten und er ging wieder willig weiter. Irgendwann kamen wir dann an die Lichtung wo ich letztes mal umdrehen musste. Diesmal wusste ich schon welchen von den 6 Wegen ich wählen wollte. Also ritt ich energisch auf den Weg der Mitte zu. Ich freute mich, da Sacramento nicht stockte, leider freute ich mich zu früh. Denn dann blieb auch er stehen. Ich redete gut auf ihn ein und trieb ihn an. Doch er weigerte sich und tänzelte von A nach B. "Ach komm.....was hast du denn..........da is doch nichts" Doch er wollte nicht weiter. Langsam war ich genervt, ich rammte ihn ,diesmal die Hacken, kräftig in die Seite. Das war zu viel vor ihn. Er stieg in die Höhe. Ich konnte mich gerade noch an der Mähne festhalten.
Okay, den Schock müssen wir erstmal verdauen.....ich lobte ihn und beruhigte ihn. Dann stieg ich ab und gab ihm erstmal ein Leckerlie und klopfte ihn. Okay, wenn er nicht wollte, ich wollte aber unbedingt wissen was da war, also werde ich da alleine reingehen. Nur, was mit dem Pferd. Ich weiss man soll Pferde nicht an der Trense anbinden und das auch mit guten Grund, aber es war ja nur kurz. Ich würde eben kurz den Weg hochlaufen und dann wieder kommen. Also, band ich Sacramento schweren Herzens an einen Baum an. Ich klopfte ihn und sagte "Ich bin gleich wieder da". Dann löste ich mich von ihm und ging in den Weg hinein. Auf einmal machte Sacramento einen riesen Aufstand, wieherte und ging hoch. Ich rannte schnell zu ihm und beruhigte ihn. "Was is den, also entweder du kommst mit oder ich muss dich kurz hierlassen...." Ich sag ihn fragend an. Dann nahm ich seine Zügel kurz und führte ihn in den Weg rein. Diesmal kam er ein Glück mit, er trottet artig aber aufmerksam hinter mir her. Ich ging etwas gerade aus und dann kam eine kurve nach links. Der Wald wurde nun immer dichter und auch etwas dunkler. Ich schluckte, ging dann aber selbstsicher weiter. Jeder der mich jetzt gesehen hatte, würde denken: Die weiß genau was sie macht", dabei hatte ich eigentlich keinen Plan, aber: When you are in big shit, say nothing, try to look like you know exactly what you do! Genau das tat ich jetzt auch. Nun kam wieder ein Kurve nach rechts.
Im nächsten Moment dachte ich mir, warum führe ich eigentlich, Sacramento lief ja jetzt schließlich. Als stieg ich wieder auf und lies ihn an laufen und dann auch antraben um mal etwas schneller voran zu kommen. Dann jam wieder ein Kurve nach rechts und der Weg wurde breiter. Ich betrat eine Lichtung oder mehr eine Wiese und konnte es nicht fassen. Vor mir auf dieser Wiese/Lichtung war ein Gestüt. Ein großes Gestüt, mit (so weit ich es sehen konnte), Koppeln, Ställen, einen Wohnhaus und Reitplätzen. Es war Wahnsinn. Das Gestüt sah auch reichlich alt aus und wirkte verlassen.
Ich war faszinierd und hatte auf der anderen Seite ziemliche Angst, ach was.....sagte ich mir, hier is doch keiner. Ich war stehen geblieben und trieb Sacramento nun wieder an. Ich wollte ja nur mal kurz gucken. Komisch das gleiche hatte ich am Anfang dieses Weges auch gesagt, man gut das ich Sacramento mitgenommen hatte. Ich ritt bis kurz vor eine Kopple, dort stieg ich wieder ab. Diesmal würde ich Sacramento wirklich hier lassen. Ich betrachte das Koppeltor. Es waren 3 Stangen die in eine Halterung gesteckt waren, okay. Ich nahm die Stangen raus und führte Sacramento auf die Koppel. Nun knotete ich seine Zügel am Horn zu und legte die mittlere und die untere Stange wieder in die Halterung, okay, dann können wir ja jetzt. Ich ging zuerst zu den Stallungen. Mal für den der das ganze jetzt hier nicht sieht. Wenn man von vorne guckt sieht man links und rechts 2 große rechteckige Koppeln die einen Holzzaun mit 3 Latten hatten. Hinter diesen Koppeln begann der Sattel. Er war nachhinten hin ziemlich lang und hatte vor einen groß Halbkreisörmige Tor. Rechts war noch eine kleine Türe. Rechts, schreggegenüber war das Gutshaus. Es war ein altes Fach werk aus. Links auch schreg war noch ein Reitplatz, der leider im Moment mehr einem Unkrautbeet ähnlte aber gut. Ich ging jetzt zwischen den Koppeln durch auf die kleine Tür am Stall zu. Ich dachte eigentlich das sie verschlossen war, aber sie war offen. Ich ging rein. Ich war nun in einem kleinen Raum. Es war die Sattelkammer, überall hingen Sättel und Trensen, die 1. Uralt waren und 2. ein vermögen wert sein mussten. Die Leute die hiermal gewohnt haben mussten ziemlich reich sein. Ich sag nun rechts von mir noch eine Türe, diese war auch offen, ich betrat nun den Stall. Es war eine einfache lange Gasse mit links und rechts den Boxen, mit Wänden aus Holz und etwa Hüfthohen Türen, auch aus Holz. Am Ende war wieder ein großes Tor. In den Boxen war komischer weise noch Stroh, und an jeder Boxen Außenwand war ein großes Fenster, somit war der Stall total hell. Okay, es wurde mir unheimlich und so verlies ich den Stall wieder. Allerdings packte mich jetzt wieder die Neugier. Ich sah zu Sacramento, dieser graste friedlich, okay, etwas gucken konnten wir noch. Ich sah nun zum Reitplatz, es war ein normaler Platz, nun sah ich zum Gutshaus, das war bestimmt interessanter. Ich ging rüber. Vor der Tür stockte ich, es hing ein Schild an der Tür, Gestüt Mellenhof. Es war in Deutscher Schrift geschrieben, das bestätigte den Verdacht, das das hier alles ziemlich alt war. Unter dem Namen stand noch etwas, leider konnte ich nur Familie entuziffern, der Name war soweit raus, das man ihn nicht mehr lesen konnte. Naja, es war ein Tür klopfer und keine Klingel, was mich auch nicht wunderte. Naja, will ich das jetzt reingehen, ja..... Ich legte die Hand auf die Klingte und drückte sie vorsichtig runter, auch diese Tür war nicht verschlossen, ich wunderte mich und ging vorsichtig kein. Mein Verdacht wurde bestätig, die Leute die hier wohnte waren tierisch reich. Ich machte die Tür weit auf und ging hinein. Ich befand mich in einer gefliesten Halle, an den Wänden hingen unzählige Gemälde von Pferden und Umgebung, eines auch vom Hof, glaube ich zumindest und etwa noch 5 mit Leuten. ANaja, ich ging vorsichtig weite. Links und rechts war nun eine Tür außerdem ging eine Treppe nach oben und hinten war ein Kamin und rechts an der Hinterwand noch eine Tür. Außerdem war hinten links noch eine Tür. Da die Tür gerade aus als einzige offen war, ging ich dort lang. Es ging nun um die Ecke und ich betrat die Küche. Sie hatte einen Ofen und ein paar Sitzgelegenheiten. Leider hatte ich nicht so viel Zeit also ging ich zum nächsten Zimmer. Es war das Zimmer hinten links und schiene eine Art Arbeitszimmer zu sein. Es war ein Schreibtisch hier, ein Ofen, ein Sofa. Auf dem Schreibtisch lag Papierkram. Ich schielte drauf, ich glaube es war so ne Art Rechnungen und Briege. Okay, 1. ging mich das nichts an und 2. sollte ich mich beeilen. Ich ging weiter nun in das Zimmer vorne links. Es war das Wohnzimmer, mit Kamin, Sofa und Esstisch. Ich hätte mir so gerne alles genau angesehen, aber ich konnte Sacramento nicht so lange mit Sattel und Trense alleine lassen. Also ging ich durch die Tür vorne rechtes. Nun betrat ich noch ein Wohnzimmer, mit Kamin und Sitzganitur. Dahinter war ein Tisch und eine Tür, ich glaube das war nochmal eine Wohnung für sich, vielleicht für Großeltern. Meistens lebte bei sowas ja mehrer Familien zusammen. Plötzlich hörte ich ein wieher, Sacramento.....ich rannte schnell raus. Er machte auf seiner Koppel einen riesen Aufstand, er ging hoch, schlug aus. Oh mist, ich rannte schnell zu ihm und beruhigte ihn. Ich sollte jetzt weg reiten. Wie gern wäre ich noch die Treppe hoch gegangen, aber das ging jetzt nicht.
Plötztlich viel mir etwas ein. War da nicht ein Schatten bei Sacramento gewesen als ich aus der Tür kam. In mir stieg die Angs.t Plötzlich hörte ich eine Tür knallen, jetzt wurde das bisschen Angst zu blankter Panik. Schnell nahm ich die Zügel in die Hand (ich hatte sie eben schon gelöst) und stieg auf, nun hörte ich wieder ein geräusch. Ich rammte Sacramento die Waden in die Seite und er preschte los auf das geschlossene Tor zu. Ich trieb ihn weiter an und er sprang artig über das Tor rüber. Ich lobte ihn kurz und preschte dann im Jagdgalopp die Anhöhe hoch (der Hof lag etwas im Tal), und bog in den Weg ein ich jagte ihn durch den Wald, an der Lichtung wurde ich etwas ruhiger, galoppierte aber immer noch in einem Affenzahn. Endlich sah ich den Ausgang. Dort angekommen musste ich etwas abbremsen und rechts abbiegen. Ich galoppierte noch die Straße hoch bis zu dem Weg wo ich her gekommen war. Ich bog ein und wurde nun ruhiger, weiter vorne sag ich auch Leute und so ging ich in den Trab. Sacramento war total nass geschwitzt und schnaufte. Ich lobte ihn überschwenglich, auf ihn konnte man sich einfach verlassen. Ich ging in den Schritt und lies die Zügel land. Man, das war vielleicht ein Abendteuer. Sacramento hatte mit seiner Vorsicht schon recht. Ich lobte ihn wieder und gab ihm von oben ein Leckerlie.
Nun kam ich zum Nachdenken: Was war das für ein Hof? Warum kannte ihn keiner ? Warum sah alles so gut aus, obwohl der Hpf uralt sein musste? Wer hatte dort gelebt? Bis wann hat da wer gelebt? Was hat Sacramento so erschreckt? War da wer? Wenn ja wer? Was machte er dort? Warum hatten wie Pferde von vornherein soviel Angst vor dem Weg? Kannte sie das alles vielleicht?
Leider fand ich nur auf eine Frage eine Antwort. Kannte sie das alles vielleict? Nein, dafür waren sie viel zu jung. Ich war der festen Überzeugung, das der Hof viel älter als nur 12 Jahre war, aber genau wissen tat ich es auch nicht.
Leider würde ich auch auf den Rest der Fragen nie eine Antwort bekommen und alleine dort wieder hin wollte ich auch nicht, allerdings hatte ich auch keine Lust irgendwem das alles zu erzählen.
Von allem denken hätte ich fast meinen Weg verpasst. Ich bog nun wieder rechts ein und sah schon Reno's Traum. Sacramento hatte sich nun auch wieder beruhigt. Ich klopfte ihn nun nochmal und beschloss das nachdenken auf wann anders zu verschieben, in der Hoffnung es zu vergessen.
Nach 5 minuten war ich endlich wieder am Hof. Dort stieg ich ab und merkte erst jetzt, das ich total zitterte. Ich ging auf wackeligen Beinen in den Stall. Dort legte ich Sacramento sein Knotenhalfter an. Nun brachte ich Trense, Sattel, Bandagen und Pad wieder weg. Nun holte ich von drinnen etwas laufwarmes Wasser und wusch Sacramento ab. Dann brachte ich ihn ins Solarium. Dort bekam er erstmal einen Apfel. Nun hatte ich Zeit meinen Kram ordentlich weg zu räumen.
Als ich damit fertig war, war auch Sacramento wieder trocken. Ich holte ihn raus und band ihn vor der Box an. Ich musste zugeben, beim wegräumen hatte ich schon ordentich getrödelt, aber egal. Ich legte Sacramento noch seine Winterdecke auf. Dann bekam er noch eine Hand voll Kraftfutter.
Als er fertig mit fressen war, brachte ich ihn auf die Koppel. Dort bekam er noch einen Apfel und 2 Karotten. Er war heute echt so artig gewesen. Ich verabschiedete mich von ihm und fuhr nach Hause, mich um Boomer kümmern. Ich brauchte jetzt einen ruhigen Tag, diese Aufregung war genug für 2 Monate. Oh ja......
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